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DINKA – Wenn Daten Leben retten! DRK stellt innovatives Projekt im Katastrophenschutz vor.

DINKA Präsentation © Landkreis Südwestpfalz

Der DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz e.V. und das FraunhoferInstitut für Experimentelles Software Engineering (IESE) entwickeln im Forschungsprojekt „DINKA“ eine intelligente Vernetzungsplattform für den Katastrophenschutz.

Mit systemübergreifender Datenvernetzung und KI-Unterstützung wird der Katastrophenschutz auf ein neues Level gebracht – insbesondere zum Schutz vulnerabler Gruppen. Die Hochwasserkatastrophe im Ahrtal hat schmerzhaft gezeigt, wie wichtig in extremen Notlagen ein schneller Informationsaustausch ist. Besonders für vulnerable Gruppen, wie beispielsweise Menschen in Pflegeeinrichtungen oder mit eingeschränkter Mobilität entscheiden häufig Sekunden über Leben und Tod für Menschen in Pflegeeinrichtungen oder mit eingeschränkter Mobilität entscheiden häufig Sekunden über Leben und Tod. Hier setzt das Projekt „Dateninteroperabilität im Katastrophenschutz und der Altenpflege“, kurz DINKA an.

DINKA ist ein echter Innovationssprung. Mit dem Projekt schaffen wir eine digitale Brücke zwischen schutzbedürftigen Menschen und dem Katastrophenschutz. Damit können wir im Ernstfall aus verstreuten Informationen eine belastbare Entscheidungsgrundlage bilden und gewinnen wertvolle Zeit für die Rettung von Menschenleben.“, so der Vorstand des DRK-Landesverbandes Rheinland-Pfalz e.V. Manuel González anlässlich der Vorstellung des Projekts in Pirmasens.

Das Forschungsprojekt unter der Leitung des Informations- und Technologie-Center (ITC) des DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz e.V., mit Unterstützung des Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering (IESE) hat das Ziel, in kommenden Katastrophenlagen bessere Informationen bereitzustellen, damit Rettungskräfte effizienter koordiniert werden können. Es geht um die Herausforderung, Gesundheitsdaten so aufzubereiten und zugänglich zu machen, dass sie von verschiedenen Systemen und von verschiedenen Akteuren im Katastrophenschutz genutzt werden können um im Ernstfall Menschen gezielt helfen und Leben retten zu können. Mit der Plattform DINKA entsteht eine intelligente Datendrehscheibe, die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) als präzise Entscheidungshilfe dient. Mit Künstlicher Intelligenz hilft sie dabei, Daten optimal auszuwerten um Ressourcen, wie beispielsweise Rettungsmittel, in der Einsatzlage optimal und priorisiert einzusetzen. DINKA vernetzt die Akteure der Pflegebranche mit Strukturen des Katastrophenschutzes. So kann durch die digitale Verfügbarkeit von Informationen über besonders schutzbedürftige Personengruppen in einer Großschadenslage eine koordinierte Evakuierung und Versorgung sichergestellt werden. Um eine maximale Praxisnähe zu garantieren, wird das Projekt eng mit Partnern aus dem Rettungsdienstbereich Südpfalz weiterentwickelt. Zu den kommunalen Partnern gehören die Landkreise Germersheim, Südliche Weinstraße und Südwestpfalz, sowie die die Städte Landau in der Pfalz, Zweibrücken und Pirmasens, wo das Projekt heute vorgestellt wurde. Durch die Kooperation mit den kommunalen Partnern wird sichergestellt, dass DINKA exakt den Bedürfnissen der Einsatzkräfte vor Ort entspricht und später bundesweit als Standard dienen kann. Das auf zwei Jahre angelegte Projekt wird durch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Dies unterstreicht die Bedeutung der digitalen Transformation für die Sicherheit im ländlichen Raum.

Mit dem Projekt DINKA zeigt der DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz e.V. einmal mehr, wie Menschlichkeit und Innovation gemeinsam Zukunft gestalten können; passend zur Jahreskampagne des rheinland-pfälzischen Roten Kreuzes: „Menschlichkeit gestaltet Zukunft!“ 



 

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