·

Bilanz nach heftigen Starkregenfällen am Pfingstwochenende

Der DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz e.V. bedankt sich bei allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die nach den heftigen Starkregenfällen am zurückliegenden Pfingstwochenende landesweit im Einsatz waren. Über 200 DRKler*innen haben die Menschen vor Ort, Rettungskräfte der Feuerwehren, des THW und anderer Hilfsorganisationen verpflegt, Menschen aus evakuierten Gebäuden und Straßenzügen in Notunterkünfte gebracht sowie eigene Notunterkünfte betreut. Das Führungs- und Lagezentrum des DRK-Landesverbands war seit Freitag dauerhaft besetzt und stand in ständigem Kontakt mit den Kreisverbänden. Darüber hinaus konnte der Landesverband mit rund 300 Bautrocknern aus der Landes- und Bundesvorhaltung unterstützen.

Bautrockner werden im Betroffenen Gebiet abgeladen (Foto: DRK/Philipp Köhler

Unter anderem im Bereich Zweibrücken richteten rund 50 ehrenamtliche Helfer*innen in einer Schulturnhalle eine Notunterkunft für bis zu 500 Personen ein. Glücklicherweise mussten nur etwa 40 Betroffene aus Zweibrücken die Unterkunft in Anspruch nehmen. Zusätzlich konnten rund 80 Kräften des THW die Notunterkunft während ihres Einsatzes als Übernachtungsmöglichkeit nutzen. Insgesamt haben die Ehrenamtlichen in Zweibrücken rund 3.500 Mahlzeiten zubereitet und ausgeben. Dabei profitierten die Helfer*innen von zwei inklusiven DRK-Gastronomiebetrieben in Zweibrücken.

Ein weiterer Unwetterschwerpunkt lag im Bereich Trier-Saarburg. Hier kümmerten sich rund 130 DRK-Kräfte hauptsächlich um die Beförderung von Menschen, die aufgrund der Wassermassen ihre Häuser und Wohnungen verlassen mussten. So wurden 40 ältere Menschen aus einem Pflegeheim in Saarburg evakuiert und etwa 280 Betroffene der Gemeinde Schoden/Saar zu entsprechenden Betreuungsstellen gefahren. Auch bei der

Evakuierung eines kompletten Straßenzuges in Serrig waren DRK-Kräfte im Einsatz.
Einige Gemeinden im Kirner Land im Bereich des DRK-Kreisverbands Bad Kreuznach wurden gegen Sonntag von Sturzbächen und Überflutungen erfasst. Rund 60 DRKler*innen übernahmen hier vor allem die Verpflegung der Einsatzkräften, der Bevölkerung und der Spontanhelfenden. Dabei haben sie die Marke von 1.000 Mahlzeiten überschritten. Als Teil der Schnelleinsatzgruppe Transport standen hier außerdem ein DRK-Rettungswagen und zwei Krankentransportwagen bereit. 

Auf Landesebene war seit Freitag das Führungs- und Lagezentrum des DRK-Landesverbands Rheinland-Pfalz e.V. durchgängig besetzt und in ständigem Austausch mit den betroffenen Kreisverbänden. Weiterhin konnte der Landesverband die Menschen vor Ort mit der Lieferung von Bautrocknern unterstützen. Rund 80 Geräte aus der Landesverstärkung in Sprendlingen gingen dabei in einer ersten Lieferung nach Zweibrücken. Nach einer Abfrage durch den Kreisverband vor Ort waren alle Geräte innerhalb einer Stunde reserviert.

Auch in Kirn, Kirn-Sulzbach, Heimweiler und Bärenbach (DRK-Kreisverband Bad Kreuznach) war und ist der Bedarf an Bautrocknern groß. Insgesamt 48 Geräte konnte der Landesverband aus der Landesvorhaltung liefern. 

Um den Bedarf im Kirner Land, aber auch in weiteren Landesteilen decken zu können, wurden 200 weitere Bautrockner aus der Bundesvorhaltung in Berlin-Schönefeld abgerufen. Rund 70 davon gehen an den Kreisverband Bad Kreuznach und weitere Geräte an den Kreisverband Trier-Saarburg. Die Trocknungsgeräte kommen vor Ort kostenlos zum Einsatz. Einzig die Reinigung, Wartung und Überprüfung muss im Anschluss gewährleistet sein bzw. bezahlt werden.

Das Führungs- und Lagezentrum löste außerdem sowohl für die rheinland-pfälzische Wasserwacht mit ihrem Wasserrettungszug als auch für die Bergwacht einen Voralarm aus. Damit standen auch zehn sogenannte Air Rescue Specialists bereit. Diese Spezialkräfte können im Ernstfall per Hubschrauber Menschen von hochgelegenen oder aus von Wassermassen abgeschnittenen Bereichen wie z.B. von Hausdächern retten.

Weitere Informationen und Pressekontakt:

DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz e.V.
Stabsstelle „Kommunikation und Verbandsentwicklung“
Fabian Eser
Referent Presse- und Medienarbeit
Tel. (0 61 31) 28 28 1504
f.eser(at)lv-rlp.drk(dot)de

Unterstützen Sie jetzt ein Hilfsprojekt mit Ihrer Spende