Projekte

Koordinierung, Qualifizierung und Förderung der ehrenamtlichen Unterstützung von Flüchtlingen

Der DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz ist seit September 2015 im Projekt "Koordinierung, Qualifizierung und Förderung der ehrenamtlichen Unterstützung von Flüchtlingen" aktiv, das von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration gefördert wird. 

In diesem Projekt steht die Schulung und Information von Ehrenamtlichen und Multiplikatoren in der Flüchtlingsarbeit im Vordergrund. Das rheinland-pfälzische Rote Kreuz bot bisher in diesem Rahmen Fortbildungen zum Umgang mit traumatisierten Flüchtlingen sowie eine Schulungsreihe zum Patenschaftsprojekt "Family Partner" an.

 

Gewaltschutz in Flüchtlingsunterkünften

Das Rote Kreuz übernimmt die soziale Betreuung geflüchteter Menschen in Erstaufnahmeeinrichtungen und kommunalen Gemeinschaftsunterkünften. Entsprechend der EU-Aufnahmerichtlinien sieht sich das Rote Kreuz daher verpflichtet die besonderen Bedürfnisse schutzbedürftiger Gruppen - allen voran von Kindern und Jugendlichen - zu berücksichtigen und zu wahren. 

Aus diesem Grund wurden in mehreren DRK-Kreisverbänden gemeinsam mit UNICEF und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, im Rahmen der "Initiative zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften" Gewaltschutzkoordinierende installiert. Ihre Aufgabe ist es die Umsetzung der von UNICEF entwickelten Standards zum Gewaltschutz zu verfolgen, sowie ein Schutzkonzept in weiteren DRK-Einrichtungen zu etablieren und umzusetzen. Dazu gehören auch regelmäßige Schulungen der DRK-Mitarbeitenden.

Sprachpartnerschaften

Sprachpartnerschaften, das sind Begegnungen zwischen Migranten/innen und Einheimischen. Durch Gespräche in lockerer Atmosphäre werden einerseits Sprachkenntnisse verbessert, andererseits besteht die Chance andere Kulturen kennen zu lernen. 

Interessierte Sprachpartner/innen sollten einen Zeitaufwand von mindestens einer Stunde/Woche einplanen. Die regelmäßigen Treffen können entweder in einem Café, Park oder auch privat stattfinden. Die Vermittlung übernimmt das Rote Kreuz vor Ort. Nach einer kurzen Anmeldung hilft der jeweilige DRK-Kreisverband geeignete Sprachpartner/innen zusammen zu bringen und organisiert das erste Treffen.

Das Projekt "Sprachpartnerschaften" wird derzeit umgesetzt in:

  • DRK-Kreisvberband Altenkirchen
  • DRK-Kreisverband Kaiserslautern-Land
  • DRK-Kreisverband Kaiserslautern-Stadt

In regelmäßigen Abständen finden zudem Austauschtreffen der Sprachpartner/innen statt. DRK-Mitarbeitende stehen darüber hinaus vor Ort jederzeit als Ansprechpartner/innen zur Verfügung. Bei Interesse melden Sie sich bitte direkt beim jeweiligen Kreisverband.

Lernpaten

Der DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz hat gemeinsam mit dem Westerwaldkreis 2011 das Lernpatenprojekt "Keiner darf verloren gehen" gestartet. Ziel der Initiative ist es, alle Kinder, aber vor allem auch die mit einem besonderen Förderbedarf, in ihrer persönlichen und schulischen Entwicklung zu unterstützen und zu stärken.

Dabei begleiten Lernpaten/innen jeweils ein Kind durch ein Schuljahr mit mindestens 2 Stunden in der Woche. Wer möchte kann selbstverständlich auch mehr Zeit investieren. Im Vordergrund stehen dabei der Spaß am Lernen, zuzuhören und offen für die Wünsche und Träume junger Menschen zu sein.

Aktuell beteiligen sich im Westerwaldkreis über 30 Grund- und Förderschulen am Lernpatenprojekt. Ehrenamtliche, die das Projekt als Lernpate/in unterstützen möchten, werden gut für ihre Aufgabe ausgebildet.

Arbeitsmarkt

Freiwilligendienst für Menschen mit Fluchthintergrund

Menschen mit Fluchthintergrund haben beim rheinland-pfälzischen Roten Kreuz die Möglichkeit einen Freiwilligendienst zu absolvieren. Hier können sie erste Berufserfahrungen sammlen und ihre erworbenen Sprachkenntnisse im beruflichen Umfeld anwenden. Dabei arbeiten sie ein Jahr lang in einer sozialen Einrichtung (Krankenhaus, Pflege, Kindergarten, Schule ...) und helfen Fachkräften bei ihren Tätigkeiten.

Wir bieten:

  • Hilfe bei der Suche nach einer passenden Einrichtung
  • pädagogische Begleitung während des Freiwilligendienstes
  • Seminarwochen mit anderen Freiwilligendienstleistenden
  • ein monatliches Taschengeld
  • Übernahme der Sozialversicherung
  • Beratung für mögliche berufliche Perspektiven

Infos rund um den Freiwilligendienst gibt es unter www.fwd-rlp.de.

Die "Kurzinfo BFDmF" bietet grundlegende Infos zum Bundesfreiwilligendienst für Menschen mit Fluchthintergrund.

Qualifizierung ausländischer Pflegekräfte

Ausländische Pflegekräfte müssen ihren im Herkunftsland erworbenen Berufsabschluss oftmals in Deutschland anerkennen lassen, um als Gesundheits- und Krankenpfleger/innen arbeiten zu dürfen. Der DRK-Vorbereitungskurs auf die Kenntnisprüfung unterstützt sie innerhalb von 4 Wochen bei der Prüfungsvorbereitung. Mehr Infos gibt es hier.

Kontakt ehrenamtliche Unterstützung, Gewaltschutz in Flüchtlingsunterkünften und Sprachpartnerschaften

Sara Bouanani
T: (0 61 31) 28 28 1638
E: s.bouanani(at)lv-rlp(dot)drk(dot)de

Kontakt Lernpaten

Alexander Kolling
T: (0 61 31) 28 28 1616
E: a.kolling(at)lv-rlp(dot)drk(dot)de

Kontakt Freiwilligendienst

Philip Iffland
T: (0 61 31) 28 28 1621
E: p.iffland(at)lv-rlp(dot)drk(dot)de

Kontakt Qualifizierung ausländischer Fachkräfte

Jan Braunschedel
T: (0 61 31) 28 28 1604
E: j.braunschedel(at)lv-rlp(dot)drk(dot)de