Helfer im Einsatz

Brand im Wohnhaus in Ludwigshafen

Nach einer temporeichen Fahrt im Rettungswagen steigen die Einsatzkräfte am Unfallort aus. In wenigen Momenten haben sie die Situation zu erfassen. Dicker, beißender Rauch dringt aus den Fenstern und Türen des Wohnhauses in Ludwigshafen am Rhein. Schreie um Hilfe kommen scheinbar von überall. - Vor ihnen offenbart sich die größte Brandkatastrophe in der Geschichte der Stadt: Es ist der 3. Februar 2008, 9 Menschen sterben bei einem unfassbaren Unglück. 

Foto: D. Winter / DRK

Es ist ein MANV – ein Massenanfall von Verletzten, so der offizielle Begriff innerhalb des Rettungsdienstes. - Ein Vater wirft sein kleines Baby vom Balkon in die Arme eines Polizisten. Es überlebt. Bei dem Brand verliert er aber seine Frau und weitere Familienangehörige. 

Eine Extremsituation für die Helfer des rheinland-pfälzischen Roten Kreuzes. Unterdessen legen Feuerwehrleute ihre Atemschutzmasken an und stürmen das Gebäude. Über Drehleitern versuchen sie an die Verletzten zu kommen, die auf den Balkonen auf Rettung warten. Draußen kümmern sich die Rettungskräfte des Roten Kreuzes um die Verwundeten, die hustenden Jungen und Mädchen. Sie beruhigen die traumatisierten und verängstigten Verletzten und übernehmen die Versorgung.  

Foto: D. Winter / DRK

In Sekunden Schnelle müssen die Einsatzleiter und ihre Kollegen lebensrettende Entscheidungen treffen: Welche Erstversorgung ist lebensnotwendig? Wer muss sofort in die Notaufnahme? Wer braucht psychologische Betreuung? - Eine große Herausforderung angesichts der Stressumstände: Während draußen der Einsatz läuft und Feuer gelöscht wird, kümmern sich die Helferinnen und Helfer des rheinland-pfälzischen Roten Kreuzes um die Verletzten. Ihr Motto: Immer Ruhe bewahren und die organisatorische Kontrolle behalten - denn Chaos kann unter Umständen tödlich sein. - Stunden später: Der Brand ist gelöscht, die Verletzten sind versorgt, und für die engagierten und selbstlosen Retter geht ein auftreibender Einsatz zu Ende - in den meisten Fällen.

Foto: D. Winter / DRK

Der Brand ist gelöscht, alle Verletzten sind versorgt und der Einsatz für die Rettungskräfte beendet. Nach einer anstrengenden Hilfsaktion können der schwere Helm und die schwere Einsatzjacke von den engagierten und selbstlosen Rettern endlich ausgezogen werden. Zum Glück war alles nur Übung – für dieses Mal.

Kontakt

Elisabeth Geurts
T: (0 61 31) 28 28 1500
E: e.geurts(at)lv-rlp.drk(dot)de