„Pflanz-eine-Blume-Tag“ im DRK-Seniorenzentrum Altenkirchen

Einrichtung zeigt ihr Gesicht und pflanzt Blumen für die Zukunft der Pflege

Die Tage werden länger, die Sonne zeigt immer öfter ihr Gesicht und der Frühling steht kurz vor der Tür: Nicht von ungefähr ist der 12. März der "Pflanz-eine-Blume-Tag".

Das Seniorenzentrum Altenkirchen im DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz nutzte diesen schönen Tag, um die Pflege in den Mittelpunkt zu rücken. Gerade in Zeiten des demografischen Wandels und des neuen Pflegestärkungsgesetzes, verbunden mit Fachkräftemangel, zeigten Mitarbeitende des DRK-Seniorenzentrums Altenkirchen Gesicht, standen für den Pflegeberuf ein und pflanzten symbolisch gemeinsam mit Bewohnerinnen Blumen für heute und morgen.

Zwei der Gesichter sind Schülerin Katrin Schmidt, 43 Jahre, und Mirjeta Thaqi, 18 Jahre, die auf besonderen Wegen ihre Zukunft und ihr Zuhause in der Pflege und im DRK-Seniorenzentrum Altenkirchen gefunden haben. Schmidt ist im zweiten Ausbildungsjahr zur Altenpflegerin und kann sich heute keinen schöneren Beruf vorstellen: "Wir sind wie eine große Familie, können uns immer aufeinander verlassen, und bekommen von unseren Bewohnern so viel zurück."

Auch die 18-jährige Mirjeta Thaqi brennt für die Pflege und hat sich entschieden nach ihrem Fachabitur eine Ausbildung zur Altenpflegefachkraft zu machen: "Das können viele nicht verstehen, aber es ist genau das, was ich machen möchte." Zurzeit absolviert sie ein einjähriges schulbegleitendes Praktikum, arbeitet drei Tage die Woche in der Pflegeeinrichtung, zwei Tage geht sie in die Schule. "Ich freue mich schon auf meine Ausbildung, die ich hier machen werde", strahlt sie.

Andreas Artelt, Leiter des DRK-Seniorenzentrums Altenkirchen, ist glücklich über sein Team: "Junge Menschen für den Pflegeberuf zu gewinnen ist nicht einfach. Man muss auch gerne bereit sein etwas dafür zu tun", ist er überzeugt. Ein Praktikum, ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder eine Umschulung seien eine tolle Möglichkeit in den Beruf "reinzuriechen", so wie man eben an einer Blume riecht, und Gefallen an ihr findet. Zudem sieht er es auch in seiner eigenen Verantwortung den Fortbestand an Pflegkräften zu sichern: "Wir dürfen uns nicht immer nur auf Politik und Gesellschaft verlassen. Wir sind es, die tätig werden müssen. So pflanzt das Rote Kreuz eine Blume für uns und wir sind es, die sie am Leben erhalten müssen. Für uns und für diejenigen, die nach uns kommen. Daher gilt es junge Menschen von Anfang an zu fördern, ihnen Zeit zu schenken und etwas zuzutrauen, denn sie sind es, die die Zukunft der Pflege sichern."

09.03.2017